10. Mai 2012 - Migräne und Botulinumtoxin
Am 2.5.2012 fand in der Migräne- und Kopfschmerzklinik eine Fortbildungsveranstaltung für Ärzte statt, die sich mit dem Thema chronische Kopfschmerzen beschäftigte. Herr Dr. med. C. Gaul Chefarzt der Klinik referierte über die Kopfschmerzdiagnosen, die bei chronischen Kopfschmerzen mit einer Häufigkeit von mehr als 15 Tagen im Monat bedacht werden müssen. Dargestellt wurde, wie sich die Erkrankungen gegeneinander abgrenzen lassen und welche Standarddiagnoseverfahren eingesetzt werden sollten um anschließend eine gezielte Behandlung zu beginnen. Die Behandlung sollte neben der Medikation immer auch Stressbewältigung und Ausdauersport sowie ausführliche Aufklärung und Information der Patienten umfassen.
Herr Prof. Dr. med. W. Jost, der Leiter des Fachbereiches Neurologie und Schmerztherapie der DKD Wiesbaden stellte in seinem Vortrag die Studienergebnisse zum Einsatz von Botulinumtoxin in der Migränebehandlung dar. Gemeinsam berichtete Dr. Gaul und Prof. Jost von ihren Erfahrungen mit der Behandlung und demonstrierten die Behandlung einer Patientin der Migräne- und Kopfschmerzklinik.
Botulinumtoxin ist ein aus Bakterien gewonnener Wirkstoff, der Muskeln gezielt lähmt und bei der Migräne an ca. 30 Stellen im Bereich der Kopf- und Halsmuskulatur eingespritzt wird. Die Behandlung ist seit Herbst 2011 zugelassen und erfolgt zu Lasten der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung. Sie soll nur durch Neurologen erfolgen, die mit der Diagnose und Stanadardbehandlung einer chronischen Migräne erfahren sind. Der Effekt einer Behandlung hält ca. 3 Monate an, dann kann die Behandlung wiederholt werden.
04. April 2012 - Patientenratgeber für Kopfschmerzpatienten

Informationen sind mit das Wichtigste, was Patienten mit Kopfschmerzen brauchen, um zu verstehen, woran Sie leiden, und um sich nicht im Dschungel von Therapieangeboten, Medikamenten und möglichen Nebenwirkungen zu verirren.
In diesem Ratgeber geben Kopfschmerzexperten, die aus der täglichen Arbeit wissen, was wichtig ist, in verständlicher Sprache die Informationen zu Migräne, Kopfschmerz vom Spannungstyp, Clusterkopfschmerz und anderen Erkrankungen, die weiterhelfen können. Ausführlich werden Medikamente zur Schmerzbehandlung und Vorbeugung erläutert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den nichtmedikamentösen und psychologischen Verfahren, die langfristig entscheidend für den Therapieerfolg sind. Werden Sie mit diesem Buch zum Experten für Ihre Behandlung!
Das Buch ist zum Preis von 9,95 € in der Klinik, im Buchhandel und in Kürze auch bei Amazon erhältlich.
29. Februar 2012: Tag der seltenen Erkrankungen
Der 29. Februar 2012 ist in vielen Ländern, wie auch in Deutschland der Tag der seltenen Erkrankungen (Rare Disease Day). Als seltene Erkrankungen gelten alle Erkrankungen die nur einmal unter 2000 Menschen oder noch seltener auftreten, dazu gehören seltene genetische Erkrankungen und Stoffwechselerkrankungen aber auch eine Reihe von seltenen Kopfschmerzerkrankungen wie das SUNCT Syndrom. Menschen mit seltenen Erkrankungen haben oftmals Mühe einen kompetenten Ansprechpartner zu finden. Die Migräne- und Kopfschmerzklinik Königstein versucht auch Patienten mit seltenen Kopfschmerzerkrankungen ein Therapieangebot zu machen und über diese Erkrankungen zu informieren.
01. Januar 2012: Dr. med. Charly Gaul wird neuer Chefarzt

- Dr. med. Charly Gaul
Seit dem 1. Januar 2012 hat die Migräne- und Kopfschmerz-Klinik Königstein einen neuen medizinischen Leiter: Dr. Charly Gaul, Facharzt für Neurologie, neurologische Intensivmedizin und spezielle Schmerztherapie. Dr. Gaul war zuletzt Oberarzt am Universitätsklinikum Essen und Leiter des dortigen Westdeutschen Kopfschmerzzentrums.
Mit seiner Berufung zum Chefarzt in Königstein ist dort ein bekannter, erfahrener und engagierter Kopfschmerz-Spezialist eingezogen, der die Klinik auf medizinischem Gebiet in die nächste Generation führen wird. Kontinuität und Fortschritt waren schon immer unzertrennliche Leitgedanken der Klinik seit ihrer Gründung im Jahr 1976.
Mit der Einstellung von Dr. Gaul hat die Klinik einen wichtigen Schritt in die Zukunft getan und dabei gleichzeitig ihre Kompetenz auf dem Gebiet der Neurologie verstärkt.
Dr. Charly Gaul bringt vielseitige Erfahrungen in der Schmerzmedizin mit, besonders bei der Behandlung des Clusterkopfschmerzes. Das beweisen seine Tätigkeiten in den verschiedenen Neurologischen Kliniken wie Halle-Wittenberg, Erlangen-Nürnberg, sowie der Zahnklinik Zürich. Seine Lehrtätigkeiten, Veröffentlichungen, Vorträge, klinischen Studien und Forschungsaufenthalte weisen Dr. Gaul als exzellenten Wissenschaftler, modernen und engagierten, um den Patienten bemühten praktizierenden Arzt aus, bei dem der Patient im Mittelpunkt einer modernen, ganzheitlichen Medizin steht. Er vertritt dabei ein umfassendes Konzept der multimodalen Therapie das den individuellen Patienten berücksichtigt und neben Medikamenten und ärztlichem Gespräch Sport, Entspannungsverfahren und psychologische Aspekte berücksichtigt.
In Vorträgen und Medienauftritten regt Dr. Gaul die Öffentlichkeit an, sich mehr in dem Bereich Kopfschmerzen zu engagieren, und Betroffenen macht er Mut auf erfolgreiche Behandlung ihrer Krankheit. Damit passt er perfekt zum Konzept der Migräne- und Kopfschmerz-Klinik Königstein, die schon seit vielen Jahren gezielte Öffentlichkeitsarbeit macht zum Nutzen der Patienten, da Migräne immer noch bei Vielen ein Tabuthema ist.
Dr. Charly Gaul wird wissenschaftliche Projekte fortführen, die Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen und wissenschaftlichen Fachgesellschaften stärken. Er ist Mitglied der Internationalen Kopfschmerzgesellschaft sowie der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Regelmäßig ist er in der ärztlichen Fortbildung, in der Ausbildung von Schmerztherapeuten und auf nationalen und internationalen Kongressen zu Vorträgen eingeladen. Dadurch werden die Patienten der Klinik auch künftig immer zeitnah vom Fortschritt in der Therapieforschung profitieren. Verstärkt werden auch wieder Studien zu neuen Behandlungsverfahren unter Mitarbeit der Migräneklinik durchgeführt werden.



