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Migräne-Häufigkeit bei Frauen nicht genetisch bedingt

 Schon seit Jahrzehnten scheint man sich einig zu sein. Frauen haben viel häufiger mit Migräne zu kämpfen als Männer. Nun haben sich amerikanische und kanadische Wissenschaftler mit der Ursache dieses Unterschieds auseinander gesetzt. Eines könne man mit relativer Sicherheit „ausnahmsweise“ ausschließen, so die Forscher der McGill University und des National Institute of Mental Health.

Eine Genetische Vererbung als Ursache kommt für die Wissenschaftler nicht in Frage. Ob man Migräne bekommt oder nicht, hängt viel mehr mit äußeren Einflüssen zusammen.

 Um eine genetische Ursache ausschließen zu können, wurden insgesamt 260 Frauen und ihre Verwandten ersten Grades untersucht. Die Studie ergab, dass eine familiär nicht vorbelastete Kontrollgruppe ein dreimal niedrigeres Risiko für Migräne hatte, als die Angehörigen einer Migränikerin. Allerdings konnten keine geschlechterspezifischen Unterschiede bei der Vererbung festgestellt werden. Die männlichen Verwandten hatten das gleiche Risiko einen Migräneanfall zu erleiden wie die teilnehmenden weiblichen Verwandten.

 Die Wissenschaftler interpretieren ihre Forschungsergebnisse als Indiz dafür, dass das höhere Migräne-Risiko bei Frauen aller Wahrscheinlichkeit nach an erhöhten inneren und äußeren Risikofaktoren für Migräne liegt, die die Schwelle für eine Migräne Attacke kritisch herabsetzen und so einen Anfall auslösen.

· Cephalalgia 2007 Vol 27 -  Abstract (Quelle)

 


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