Willkommen im Forum der Migräne- und Kopfschmerzklinik Königstein


WICHTIGER HINWEIS:
Bei Fragen zur Behandlung oder Medikation Ihrer Schmerzen wenden Sie sich bitte direkt per Mail (info(at)migraene-klinik.de) oder telefonisch (+49 6174 29040) an uns. Vielen Dank für Ihr Verständnis, dass solche Anfragen nicht im Forum beantwortet werden können!

Keine klassischen Kopfschmerzen...?2 Antworten

  • destiny86 [Gast]14.12.2015 16:46 Uhr

Hallo,
ich leider seit nunmehr 8 Jahren an chronischen Kopfschmerzen. Angefangen hat es mit 1 Woche Kopfschmerzen, Magenschmerzen und starke Müdigkeit und Gesichtsfeldausfall. Dachte damals Migäne, mehr nicht. Jedoch waren die Kopfschmerzen beidseitig über den Augen stechend sowie auch an den Ohren, und im Kiefer. Und auch am Hinterkopf tat es weh. Ich fühlte mich einfach krank, wie Grippe aber ohne Fieber oder weitere Erkältungsschmerzen...
Diese Beschwerden kamen dann immer häufiger, wurden länger und nach 4 Jahren dann schließlich chronisch. Über die Jahre kamen auch andere Beschwerden dazu. Gliederschmerzen, Muskelschmerzen, Herzklopfen eben wie eine nicht endende Grippe.
Als die Beschwerden dann täglich da waren kamen weitere Beschwerden dazu. Tinnitus, Zittern (wie Unterzucker) mittlerweile inneres Zittern welches sich auch äußerlich zeigt soweit dass ich Probleme habe Dinge zu halten, Schwächegefühl, trockener Mund. Ich wurde mit der Zeit immer depressiver und der schleichende verschlechternde Verlauf machte mir immer mehr Angst. Somit kam 7 Jahre später eine Angsterkrankung und etwas später eine mittelschwere Depression dazu. Hinzukommend habe ich Kopfschmerzattacken mit Aggressivität, Bewegungsunruhe und starker Angst bis hin zu Heulattacken. Auch hin und wieder Restless Legs.
Ich bin ewig von Arzt zu Arzt gerannt weil ich wissen wollte was das ist und welche Ursache es hat. Eine befriedigende Antwort darauf bekam ich nie. Alle möglichen Krankheiten wurden ausgeschlossen. Meistens wurde dann eben gesagt psychosomatisch...
Ich habe über die Jahre auch einiges Versucht, nur leider hat dauerhaft nichts geholfen. Ich habe auch psychologische Therapien hinter mir. Tiefenpsychologisch, systemisch, psychosomatische Klinik etc. Auch ohne Erfolg. Derzeit mache ich eine kognitive Verhaltenstherapie, und zweimal die woche Bio bzw Neurofeedback. Dies seit ca Oktober. Bis jetzt ohne größeren Erfolg. Muss dazu aber sagen, dass ich im September/Oktober mein Antidepressivum (Sertralin) abgesetzt habe, damit ein anderes hochgesetzt werden konnte(Trazodon). Umstellungen sind für mich der absolute Horror und ich vertrage sie immer schlechter. Mein Körper reagiert immer sensibler auf diese Tabletten und auch auf viele anderen. Oder ich merke gar nichts wie bspw seit Anfang an bei normalen Schmerzmedikamenten oder auh Triptane. Sertralin hat eh nie spürbar gewirkt Genau wie all die anderen Antidepressivas die ich davor schon versucht habe. Aber Nebenwirkungen hatte ich genug und runtersetzen oder Umstellung hatte immer eine Symptomverschlimmerung zur Folge, bei der ich entweder Monate brauchte um einigermaßen wieder stabil zu sein oder welche sich gar nicht mehr besserte. Ich war bis September 3 Monate in einer psychiatrischen Klinik. Seitdem nehme ich Lamotrigin 200mg, Trazodon (erst 100; jetzt 175 und bald 200), und Bromazepam 12mg und 50µg L-Thyroxin,Das Bromazepam passt weder mir noch den Ärzten aber derzeit bin ich viel zu instabil und so voller Schmerzen, dass ein Entzug nicht in Frage kommt. Das wissen auch meine Ärzte...
Mit der Zeit wurde ich immer eingeschränkter und hoffnungsloser nach so einem langen Leidensweg mit immer mehr Verschlechterungen und großen Rückschlägen... Ich habe bis 2010 Sport studiert, war gut in meiner Studienstadt integriert, lebte in einer WG in der ich mich wohlfühlte und war kaum noch bei meinen Eltern. Mit der Zeit musste ich immer weiter zurücktreten. Mittlerweile lebe ich nun seit 2 Jahren wieder bei meinen Eltern. Habe mein studium langsam und schleppend weitergeführt. Nun brauch ich nur noch mein zweites staatsexamensfach (Lehramt) und ich wäre endlich fertig. Nur in meinem derzeitigen Zustand habe ich keine Ahnung ob ich das noch schaffe...
Bis heute konnte keiner meine Kopfschmerzen genau klassifizieren und auch die anderen Schmerz- und Begleitsymptome nicht. die Diagnosen gehen von chronischer Spannungs/Migränekopfschmerz zusammen mit Fibromyalgie und myofasziales Schmerzsyndrom bis eben hin zur psychosomatischen Schmerzstörung. Ich weiß mittlerweile dass meine Schmerzen im Kopf bzw Nervensystem liegen also eben eine Schmerzverarbeitungsstörung, wie eben bei den meisten chronischen Schmerzen... Nur ich weiß eben nicht, wie ich die Schmerzen in Griff bekommen soll. Habe schon so viel versucht. Schmerzkliniken traue ich mir schon gar nicht mehr zu, weil ich psychisch und körperlich so instabil bin. Da gibt es ja immer straffe Tagesstrukturen. Vor 3 Jahren konnte ich dies in Kliniken noch gut , da war ich in einer rheumatischen Reha jedoch auch ohne größeren Erfolg. Meine Tagesstruktur ist mittlerweile teilweise ein Desaster. Vor allem an schlechten Tagen, die derzeit eher die Regel sind. Vor 10 oder 11 Uhr komme ich nicht aus dem Bett. wenn ich früher aufstehe wird der Tag durch stärkere Symptome noch schlimmer. Schlafstörungen habe ich derzeit auch. Kann vor 1-2 Uhr nachts nicht einschlafen und wache zwischen 8und9 auf. Für meine Verhältnisse zu wenig Schlaf!! Ud das trotz Tabletten. schon als ich noch gesund war brauchte ich mindestens 8-9 stunden schlaf. Und auch obwohl ich wach bin komme ich vor 10-11 Uhr nicht hoch. Fühle mich wie gesagt wie in einer nicht endenden Grippe bzw einem täglichen Kater.
da diese starken nicht endenden bis jetzt therapieresistenten Kopfschmerzen immernoch mein erstes und immernoch mein Hauptsymptom sind (bzw das ständige Grippegefühl teilweise mit Allergiesymptomen wie Niesen, Augentränen) sind bin ich nun auf der Suche nach einem guten Spezialisten für chronische Kopfschmerzen, der nicht nur die 3 gängigsten Formen (Migräne, Spannungs und Cluster) kennt. Ich lebe im Raum Ulm. Vielleicht kann mir ja jemand einen Guten nennen. Bin auch bereit dafür 2-3 Stunden zu fahren. Zumindest einfach mal für eine Zweitmeinung, die mehr mögliche Kopfschmerzformen miteinbezieht. Die meisten Schmerzexperten bei denen ich war sind spezialisiert auf chronische Rückenschmerzen oder Schmerzformen die auf Opiate oder Spritzen oder so ansprechen... Habe irgendwie immer das Gefühl, dass sie meine Schmerzform überhaupt nicht fassen können und sie deswegen in ihnen bekannte Schubladen stecken ohne mir eine adäquate Behandlung bieten zu können...
Versuche mich trotz meiner Einschränkungen täglich zu bewegen. Fast ausschließlich spazieren gehen mit meinem Hund. Weiteres Herz-Kreislauf-Training ist bis jetzt kaum mehr möglich. Ich zittere oft danach sehr, habe schwächeanfälle und fühle mich wie bei einem Marathon obwohl ich bspw nur 20 Minuten Fahrrad gefahren bin. Auch werden meine Kopfschmerzen dann schlimmer und pulsieren. Normales Spazierengehen macht es wenigstens nicht schlimmer aber auch nur selten besser. Aber wenigstens bin ich meistens etwas abgelenkt, wenn die Schmerzen nicht allzu stark sind. Dennoch variiert meine Belastbarkeit auh da zwischen 20 Minuten oder eben 1-1,5 Stunden. Je nach täglicher Verfassung...
also habt ihr mir da eventuell einen Tipp für einen guten Spezialisten oder selbst eventuell ähnliche Beschwerden, oder eine Vermutung was dies sein könnte??

Mir wurde diese Klinik hier wegen den Kopfschmerzen empfohlenn. Ich habe aber Angst, dass ich das Pensum gar nicht mehr schaffe. Wie gesagt ich kann mich vor 10 uhr wegen den schmerzen nicht aus dem bett quälen und falls doch wird der tag nur noch weniger erträglich. Ich weiß auch nicht wie viele Therapien ich wirklich dann mitmachen kann. Derzeit schaffe ich 1 Termin in der Woche und ca. 1Mal Gassi mit meinem Hund im Schnitt. Den Rest erledigen meine Eltern. An besseren Tagen würde ich das Pensum soweit eventuell mithalten können, aber an schlechten (so wie die letzten 2) kaann ich vor Shmerzen fasst nur liegen. Besserung bekomme ich dann eigetlich nur durch Schlaf bzw es wird aushaltbarer. Glaubt mir ich versuche da wirklich aufzustehen und mich zu mobilisieren aber das ist der absolute Horror dann für mich und letztendlich zwingt es mich doch wieder zurück ins Bett...

Also falls ihr mir eine Spezialisten nennen könnt oder mir eventuell sagen könnt wie der Therapieablauf bei schwereren Fälle isst würde ich mich sehr über eine Antworrt freuuen...

Lg
destiny

Antworten

Antwort hinzufügen Zurück

Name:Thema:

Antworten

  • klassische kopfschmerzen?15.12.2015 09:43 Uhr

    Hallo destiny,
    es tut mir sehr leid, dass es dir so schlecht geht und ich kann mir vorstellen, dass du völlig am limit bist.
    Ich könnte mir vorstellen, dass es eine chronische Migräne ist, so etwas kenne ich selbst auch. Das heißt aber nicht, dass man nichtsmachen kann!!!
    Ich kann dir sehr empfehlen, dich mit der mMigräneklinik Königstein in Verbindung zu setzen und kann dir einen dortigen Aufenthaltsehr empfehlen. Ich war selbst schon dort, auch im zustand der völligen eErschöpfung, mit chronischen schmerzen, Depressionetc. Du musst zunächst nur das machen, was du gut schaffst und bei gGenehmigung kann man ach länger als drei wWochen bleiben. Man kann sich dort in jeder Hinsichtsehr wohlfühlen und ich selbst konnte dort nach und nach wieder zu kKräften kommen.
    Ist bei dir schon einmal eine Untersuchung auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten gemacht worden? Das warbei mir nämlich ein wichtiger fFaktor.
    Du kannst dort auch zunächst ambulant einfahren und dir einen Eindruck von Ärzten und Umfeld machen.
    Du bist noch so jung, da lohnt sich noch sehr viel zu unternehmen um wieder mehr Lebensqualität zu bekommen. In Königstein wirst du auch psychotherapeutisch etc.gut aufgefangen.
    Nach meiner Erfahrung lohnt sich auch sehr, dort das Angebot der mayr-diät anzunehmen, dann kann der Körper eine Art Neustart machen.
    Ruf dort sehr bald an, am Empfang und überall wird man sehr freundlich und hilfsbereit aufgenommen und du wirst gut beraten werden, ob erstmal ambulant oder stationär.
    Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du bald die notwendige Hilfe bekommst, für mich war die Klinik die Rettung aus einer ausweglosen Situation und das werde ich nie vergessen!
    Ganz liebe Grüße
    Kathrin

    Antworten
  • Keine klassischen Kopfschmerzen15.12.2015 23:34 Uhr

    Hallo destiny,
    auch mich hat Deine Schilderung sehr betroffen gemacht. Ich war 2004 in der Migräneklinik Königstein, allerdings "nur" wegen Migräne und keinen weiteren Begleiterkrankungen. Auch ich kann die Migräneklinik sehr empfehlen, allerdings ist sie eine Rehaklinik, wo Du einen Antrag bei der Krankenkasse oder dem Rentenversicherungsträger stellen mußt und das mit der Genehmigung dann einige Zeit dauert, außer Du stellst Dich erst mal ambulant dort vor.
    Ich denke, dass Du schneller Hilfe brauchst, deshalb ist mir die Schmerzklinik in Kiel eingefallen. Das ist ein normales Krankenhaus und Du brauchst nur eine Krankenhauseinweisung von Deinem Arzt. Kiel hört sich sehr weit an, aber mit der Bahn ist das machbar und ich denke, das lohnt sich. Der Chefarzt Prof. Dr. Hartmut Göbel ist einer der führenden Ärzte in der Kopfschmerzforschung in Deutschland und auch mit außergewöhnlichen Krankheitsbildern vertraut.
    Schau mal unter www.schmerzklinik.de oder unter dem sehr guten Forum der Schmerzklinik: www.headbook.me, welches mit der Moderatorin Bettina sehr gut geleitet wird.
    Gib nicht auf, denn es gibt Hilfe und Dir wird es wieder besser gehen!
    Alles Gute und gute Besserung von Karin

    Antworten