Willkommen im Forum der Migräne- und Kopfschmerzklinik Königstein


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Triptan-Entzug21 Antworten

  • Susanne [Gast]04.03.2013 19:58 Uhr

Hallo zusammen,

lange wollte ich es nicht wahr haben, aber bei meinem Besuch beim Neurologen habe ich es ganz klar gesagt bekommen. Ich bin Triptanabhängig.
Im Prinzip war es mir die ganze Zeit schon klar, aber es so deutlich gesagt zu bekommen, macht einen schon fertig.
Leider war mein Neurologe mit seinen Äußerungen zu den Entzugsmöglichkeiten (stationäre oder ambulant) sehr sparsam. Erst dachte ich, ambulant schaffe ich schon... aber bei näherer Recherche habe ich doch Angst davor.
Ich habe jetzt auch einen Kurantrag gestellt und hoffe, dass ich die Kur in der Migräne-Klinik Königstein genehmigt bekomme. Die Damen von der Info teilten mir mit, dass es keinen Sinn machen würde einen Entzug zu machen, wenn ich eh eine Kur machen würde, da der Entzug Bestandteil dieser ist.
Nachdem ich jedoch auch gelesen habe, wie schwierig es ist die Kur genehmigt zu bekommen, weiß ich nicht, was ich dann bzgl. des Entzugs machen soll?!
Habt ihr Erfahrungen mit einem Entzug gemacht? Was würdet ihr tun? Ich will den Entzug jetzt auch nicht ewig aufschieben... ich möchte das Thema ja auch wirklich angehen und das jetzt nicht ewig aufschieben!
Ich danke euch im Voraus...

Viele liebe Grüße sendet Susanne

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  • Triptan-Entzug05.03.2013 20:42 Uhr

    Hallo Susanne,

    ich habe 2007 während meines Aufenthalts in der Migräneklinik in Königstein einen Schmerzmittel-Entzug gemacht und fühlte mich dort sehr gut betreut, medizinisch und menschlich.
    Es lohnt sich auf jeden Fall, einen Antrag zu stellen und auch Widerspruch einzulegen für den Fall, dass er abgelehnt wird. Die Klinik unterstützt dich bei der Antragstellung!

    Viele Grüße
    Katharina

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    • Triptan-Entzug06.03.2013 19:55 Uhr

      Hallo!

      Liebe Katharina, vielen Dank für Deine Antwort.
      Ich habe heute von der Krankenkasse die Unterlagen erhalten. Die KK sagt, dass die Rentenversicherung zuständig ist, da es sich angeblich um eine Reha handelt und nicht um eine Kur.
      Macht das bei der Kostenübernahme einen Unterschied?

      Ich werde morgen mal in der Klinik anrufen und mit denen nochmal abstimmen, was ich jetzt genau machen muss. Da ich einmal die Unterlagen der Klinik und einmal die Unterlagen für die Rentenversicherung vorliegen habe!

      Vielen Dank und beste Grüße sendet

      Susanne

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      • Triptan-Entzug07.03.2013 12:32 Uhr

        Liebe Susanne,
        ich habe das gleiche Problem wie Du und habe auch von der Krankenkasse mitgeteilt bekommen, dass die Rentenversicherung zuständig ist, weil eine Kur eine Vorbeugemaßnahme wäre. Vor ca. 2 Wochen habe ich den Antrag bei der Rentenversicherung eingereicht.

        Ich wünsche Dir und auch mir, dass der Antrag bei ersten Mal bewilligt wird.

        Wer weiß, vielleicht treffen wir uns ja sogar in der Klinik.

        Alles Gute und herzliche Grüße

        Utta

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        • Triptan-Entzug08.03.2013 13:03 Uhr

          Hallo Utta,

          ich habe gestern in der Migräne-Klinik mit Frau Berrang gesprochen.
          Die Rentenversicherung (bei mir ist es Bund) hat wohl keinen Vertrag mit Königstein. Das heißt, wenn man von der Rentenversicherung eine Genehmigung bekommt, wird man nicht nach Königstein kommen. Frau Berrang empfahl hier die Berolina Klinik in Löhne als Alternative.
          Wir von der Rentenversicherung abgelehnt, muss man es nochmal mit Einspruch über die Krankenkasse versuchen. Bei einer Zusage durch die KK kann man dann aber nach Königstein kommen!

          Ich bin jedenfalls auch gespannt, was dabei raus kommt und wie lange es dauern wird.

          Viele liebe Grüße sendet Susanne

          Antworten
  • Triptanabhängig08.03.2013 08:10 Uhr

    Hallo,
    wie viele Triptane nimmst Du denn im Monat. Ich war schon 2 x in der Migräneklinik Königstein und habe den Entzug gemacht. Beim ersten Mal half es ganz gut und ich konnte mal 3 Monate ohne Triptan auskommen. Beim zweiten Mal half es allerdings nicht mehr, sodaß ich mittlerweile immer zwischen 10 und 14 Triptane im Monat nehmen muss. Ich frage mich oft, ob das gut ist, aber ich kann die starken Schmerzen und das ständige Erbrechen nicht aushalten- ich muss Triptane nehmen, sonst habe ich überhaupt keine Lebensqualität mehr. Hoffentlich sind die nicht allzu schädlich. Lieber sterbe ich etwas früher, aber jetzt steh ich doch mitten im Leben und kann doch nicht auf alles verzichten. Wie geht es Dir so?

    Antworten
    • Triptanabhängig15.03.2013 09:36 Uhr

      Da geht es Euch noch gut, ich bin im Moment bei ca. 40 Triptanen im Monat, total abhängig, ich wache nachts mit Migräne auf, morgens wieder und gehe mit Migräne ins Bett. Keinem Arzt fällt noch etwas ein, es wird immer schlimmer, aber nach den Erfahrungen werde ich jetzt auch einen Antrag zum Entzug in Königstein stellen. Letzter Versuch, noch etwas Lebensqualität zu bekommen.

      Antworten
      • Triptanabhängig15.07.2013 22:13 Uhr

        40 Triptane im Monat? Was tust du deinem Körper an? Welcher Arzt verschreibt so viel Tabletten? Ich kann es nicht fassen.
        Bitte, du musst unbedingt reduzieren, sonst geht es dir niemals besser.

        Antworten
      • Triptanabhängig06.08.2013 11:03 Uhr

        Bitte versuche es mal mit einem Kohlenhydrat(Zucker-)fasten. Erkundige Dich im Internet unter Peter Mersch (Migräne-Diät). Das hilft wirklich und ist auch sehr einleuchtend, wenn man sich mit den Stoffwechselvorgängen beschäftigt. Viel Erfolg !

        Antworten
        • Triptanabhängig13.03.2014 16:56 Uhr

          Hat vielleicht schon jemand einen Kohlehydrat- und Zuckerentzug gemacht? Und wenn ja, wie ist das Ergebnis? Ich habe mich in letzter Zeit auch in die Thematik eingelesen, bin aber doch noch sehr skeptisch, ob das wirklich helfen kann. Wäre schön, wenn jemand seine Erfahrungen hier teilen würde.

          Antworten
          • Triptanabhängig05.10.2016 19:59 Uhr

            Hallo, meine Antwort kommt recht spät. Habe die oben genannte Ernährungsumstellung für ein Jahr gemacht nach Peter Mersch. Migränemäßig hat es mir nichts gebracht, aber meine Haut wurde viel besser und ich wurde befreit von einem ständigen Juckreiz auf dem Rücken und trockenen Hautekzemen. Auch waren meine Cholesterin Werte 1A. Ich habe von meiner Ärztin ein ausdrückliches Lob bekommen und sie konnte nicht glauben, dass das bei meinem Fett- und Fleischkonsum (täglich Rührei mit Speck, viel Olivenöl etc.) möglich ist.

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      • Triptanabhängig29.01.2014 16:47 Uhr

        Du bist nicht allein, auch ich nehme täglich Triptane, alle 12 bis 24 Stunden. Es ist ein Teufelskreis und weil die Triptane selbst dann die Migräne und div. Nebenwirkungen auslösen ( das hat unter anderem mit der Serotoninproduktion im Hirn zu tun ,( wird durch die Triptane durcheinander gebracht )
        Die einzige Lösung ist ein Entzug mit anschliessender Profilaxe... hat bei mir leider nie wirklich langfristig geholfen.
        ich werde aber trotzdem im Frühjahr meinen dritten Entzug machen , da ich danach einfach mehr Lebensqualität habe und auch wieder die Kraft, alle vorbeugenden Massnahmen in Angriff zu nehmen.
        ich wünsche dir viel Glück und Durchhaltekraft auf deinem Weg.

        Antworten
        • Triptanabhängig02.05.2015 16:55 Uhr

          Hallo ?

          Ich weiß jetzt gar nicht mehr, wer wer ist in diesem Thread :-) und der Eintrag vom 29.1.2014 ist ja nun auch schon über ein Jahr alt. Abe mich würde mal interessieren, wie es Dir inzwischen geht. Ich nehme auch täglich Triptane, meine Migräne hat sich vor etwa einem Jahr von hochfrequent auf chronisch gewandelt. Ich war im Dezember stationär in Königstein, habe im Januar einen ambulanten Entzug gemacht und im März noch mal stationär in Kiel. Jedes mal ging es danach praktisch nahtlos wieder in den Triptan-MÜK. Ich habe keine funktionierende Prophylaxe, darum helfen mir mittelfristig auch keine Triptan-Pausen.

          Mich würde interessieren, was Du so seither machst und wie es anderen in derselben Situation geht.

          Liebe Grüße
          Heike

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      • Triptanabhängig06.02.2015 13:36 Uhr

        Hallo,
        wie ist es Dir ergangen? Ich bin in der gleichen Situation, auch noch selbständig tätig und weiß nicht mehr weiter.
        LG

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  • Triptane08.03.2013 10:13 Uhr

    Mein Triptanverbrauch ist mit ca. 12 pro Monat auch relativ hoch, geht aber nicht ohne. Prophylaxen, die täglich eingenommen werden müssen, sind meist auch nicht ohne Nebenwirkungen und auf Dauer mit Sicherheit genauso ungesund.

    Antworten
  • Triptan-Entzug08.03.2013 21:43 Uhr

    Hallo,

    ja also schön wäre es wenn ich nur 10 bis 12 Tabletten nehmen würde.
    Eine 18er Packung Maxalt ist leider gar nichts im Monat.
    Eigtl. habe ich fast täglich einen permanenten Druck im Kopf, der wenn ich keine Tablette nehme spätestens nach 2 Tagen in einem heftigen Migräne-Anfall endet.
    Da ich aber voll berufstätig bin, kann ich einfach nicht einfach mal so drauf verzichten, denn sonst gehe ich nicht mehr arbeiten... also ist es echt ein Teufelskreis. Seitdem mir der Arzt das so deutlich gesagt hat, komme ich natürlich bei jeder Tablette ins Grübeln... deswegen will ich den Entzug auch wirklich machen und das baldmöglichst, aber wenn auf jeden Fall nur unter ärztlicher Betreuung. Deswegen hoffe ich schnellstmöglich auf eine Zusage zur Kur bzw. Reha.
    Ich habe mir bisher eigtl. keine Gedanken gemacht, ob ich durch den Schmerzmittelkonsum vielleicht auch andere körperliche Schäden erleide. Für mich ist in erster Linie wichtig, schmerzfrei zu sein und meinen Beruf und mein Leben bestreiten zu können.
    Ich finde es nur schrecklich, weil ich mich jetzt echt irgendwie als Junkie sehe...! Das belastet mich psychisch irgendwie mehr, als vielleicht irgendwelche körperlichen Folgen. Also so gehts mir jetzt, seitdem mir der Neurologe das so direkt zu mir gesagt hat!

    Viele liebe Grüße...

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  • Antrag und Entzug08.03.2013 22:28 Uhr

    Hallo ich wollte dich mal fragen was hat den die Klink gesagt,weil angeblich die Rentenversicherung dafür zuständig sei?
    Denn ich bin auch am Antrag stellen und bin gespannt,was mir meine KK schreibt.
    Die Klinik meinte nämlich zu mir das glaub ich das ganze nur über die KK ginge,wenn ich´s richtig verstanden habe.
    Aber auch zu deinem Entzug den ich auch machen muß.
    Ich möchte warten bis ich ihn in der Klinik machen kann,
    weil was bleibt mir denn zuhause für ne Möglichkeit ausser Triptane,
    mir hilft ja sonst nichts.
    Lg

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    • Antrag und Entzug10.03.2013 15:02 Uhr

      Hallo,

      also von meinem Neurologen habe ich einen Antrag auf Einleitung von Leistungen zur Rehabilitation oder alternativen Angeboten bekommen. Auf diesem war angekreuzt, das eine Einschränkung der Teilhabe am Leben in der Gesellschaft droht oder ist schon gegeben.
      Diesen Antrag habe ich an meine KK gesendet. Dieser kam jetzt mit einem Wust an Formularen zurück. Die KK hatte jetzt noch den Punkt "Eine Minderung der Erwerbsfähigkeit liegt vor oder ist zu befürchten" angekreuzt. Im Anschreiben der KK stand nur, dass für meinen Antrag die Rentenversicherung Bund in Berlin zuständig sei! Warum und mit welcher Begründung stand da nicht dabei.
      Ich habe dann mit Frau Berrang telefoniert und sie sagt, dass ich diesen Weg über die Rentenversícherung gehen muss, da es der gesetzlich vorgeschriebene Weg sei. Die Klinik Königstein hat mit der RV Bund keinen Vertrag, sodass ich bei einer Genehmigung durch die RV defintiv nicht nach Königstein kommen würde. Als Alternative wurde mir von Frau Berrang die Berolina Klinik in Löhne empfohlen. Sollte die RV eine Kur/Reha ablehnen, muss ich nochmal mit Einspruch über die KK gehen. Sollte dann eine Genehmigung durch die KK erfolgen, kann man nach Königstein kommen. Soweit bin ich aber leider noch nicht...
      Alles in allem ist das wohl gängige Praxis der Krankenkassen... ersteinmal an den Rentenversicherungsträger zu verweisen. Oft wird dann erstmal von der RV abgelehnt... es ist wohl das übliche Spielchen, welches mir schon mein Neurologe erläutert hat. Aber egal wie, man muss am Ball bleiben... es scheint sich ja zu lohnen, was man so hört.
      Ich wünsche Dir bei Deinem Antrag viel Erfolg :-)

      Viele liebe Grüße...

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      • Antrag und Entzug13.11.2013 19:50 Uhr

        Hallo,
        Die Einträge, auf die ich mich beziehe sind zwar schon älter, aber vielleicht interessiert es trotzdem jemanden:
        Wenn der Arzt bei der Vorordnung der Reha ankreuzt, dass eine Minderung der Erwerbsfähigkeit zu befürchten ist, dann ist die Kur eine Aufgabe der Rentenversicherung, denn diese möchte ja verhindern, dass Menschen in die Erwerbsminderung geraten und dann Rente beziehen müssen.
        Ein hoher Triptangebrauch muss aber nicht gleich die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigen, sondern er gefährdet die Gesundheit. Und das ist dann Sache der Krankenversicherung.
        Also: aufpassen, was der Arzt aufschreibet, die Mitarbeiter in der Migräneklinik helfen und sagen, wie die Verordnung lauten muss.
        Viel Glück allen, die eine Kur beantragen wollen. Es lohnt sich! Ich habe in der Migräne-Klinik viele gelernt.

        Antworten
  • Entzug und Triptanabhängig09.03.2013 09:19 Uhr

    Hallo zusammen, es beruhigt mich ja irgendwie, dass andere auch so viele Triptane nehmen. Ich komme mir auch vor wie ein Drogenabhängiger und das belastet mich psychisch total. Ich kann einfach nicht ohne zu Grübeln ein Triptan nehmen, immer mache ich mir Sorgen über gesundheitliche Schäden und Abhängigkeit. Hinzu kommt die permanente Angst vor diesen Anfällen. Es ist ein Teufelskreis. Ich habe dann Selbstmitleid und kann nix mehr machen. Meine Familie leidet total darunter. Die Angst davor, die Familie könnte mich irgendwann nicht mehr ertragen und würde zerbrechen kommt noch dazu. Schade, dass man nicht einfach mal geniessen kann...........

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    • Entzug und Triptanabhängig26.09.2016 19:32 Uhr

      Ich glaube, das Triptane süchtig machen !
      Bin mal mit 3 Allegro im Monat angefangen, die wirkten zunehmend schlechter.
      So habe ich andere ausprobiert, aber die Häufigkeit der Anfälle nahm über Jahre immer mehr zu.
      Obwohl ich Propylaxe versucht habe und auch meine Lebensgewohnheiten optimiert habe.
      Die Vorläufer, die Ergotamine machten auch abhängig, warum soll es bei den Triptanen anders sein ? Nur spricht das keiner aus !

      Antworten
  • Migräne12.03.2013 15:01 Uhr

    Hallo zusammen,
    das ist ja erschreckend, was ich hier so lese. Ich bin selbst eine betroffene Migräne-Patientin und habe lange Zeit Migräne regelmäßig alle 14 Tage gehabt. Und damit viele Tage im Bett verbracht mit heftiger Übelkeit und Erbrechen. Tiefer möchte ich nicht gehen. Ich begann jede Menge Entspannungskurse, Fehlanzeige. Dann ein entscheidender Kurs: Meditation. Wer sich wirklich richtig auf Meditation einlassen kann, sprich loslassen kann, wird Erstaunliches erleben. Gleichzeitig habe ich viele Heilpraktikerversuche gestartet, auch Fehlanzeigen. Das nächste war eine Medizinerin, die ein B-Diplom für eine spezielle Form der Ohr-Akupunktur hat. Das haben wir dann anfangs 2x im Monat, dann einmal im Monat mittlerweile etwa 6 - 8 mal im Jahr gemacht. Das war so befreiend, dass ich nur noch halb so viele Medikamente benötigte und es bringt sogar im Akutfall echte Linderung. Ganz ohne Nebenwirkungen. Vor kurzem wurde alles wieder ganz schlimm, bis wir draufkamen, dass ich keinerlei Verhütungsmittel in Form von Hormonen vertrage, die mit zwei Hormonen sind ganz schlimm. Die Minipille hat mir Dauerkopfschmerzen verursacht. Durch Wetterwechsel ist es natürlich auch schlimmer. Wenn ich also schon nachts merke, dass es mal wieder soweit ist, nehme ich halt sofort was, manchmal reichen sogar nur 2 Aspirin oder Thomapyrin. Wenn ich einen Termin zur Akupunktur kriegen kann, mache ich das und was noch wichtig ist: regelmäßig Magnesium in hohen Dosen! Als Gymnastik Pilates und frische Luft mindestens eine halbe Stunde am Tag.
    Loslassen ist die Regel Nummer 1!
    Wenn gar nichts geht, dann halt Triptan.
    Liebe Grüße an alle Betroffenen
    Sonja

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  • Migräne13.03.2013 13:06 Uhr

    Hallo Sonja,

    LOSLASSEN - hört sich an, als wäre die Migräne psychisch bedingt!!!
    Wir sind alle selber dran schuld, weil wir nicht loslassen könnten, hahaha.
    Bei vielen ist die Migräne aber rein hormonell bedingt und hat mit der Psyche wenig zu tun. Sorry, aber solche Ratschläge gehn mir sowas von auf den Wecker.

    Grüße
    Milka

    Antworten
    • Migräne02.03.2014 22:49 Uhr

      Hallo liebe Mitleidende, du scheinst ja schon einiges durchgemacht zu haben, das dir Tipps von jemandem der andere Erfahrungen als du gemacht hat, schon direkt auf den Wecker geht! Ich verstehe dich, muss aber sagen, dass auch bei mir die Ursache 80% psychischer Herkunft ist, der Rest Hormone, Wetterwechsel, Parfüm, Krach...... War Dienstag Abend auf 'nem Migräne-Info Abend von Dr. Jan Brand/Klinik Königstein/Taunus! Auch seine ersten Worte waren: Keiner außer uns selbst könne die Migräne verändern, sprich wir müssen mehr auf uns achten, den Körper schonen, die Ernährung beobachten (Histamin, Glutamat...), Entspannen (ich sage nur Einzelhandel/ Arbeitszeiten/ hoher Anspruch an mich selbst.....)! Ich werde schon versuchen neben meinem sehr stressigen Job in Zukunft noch Sport zu betreiben, irgendwie zur Ruhe zu kommen?!? Mehr auf meine Bedürfnisse zu achten, den Anspruch an mich selbst zu reduzieren, die Arbeits und schmerzfreie Zeit die ich habe mit schönen dingen und Freude und Dankbarkeit zu nutzen,3x die Woche ne halbe stunde an die luft gehen, keine Ahnung wie, aber ich will es um jeden Preis positiv beeinflussen wenn es nur eben geht!!! Nun hab ich grad mit weit aufgerissenen Augen das erste mal in meiner Migräne-Laufbahn gelesen, dass es Menschen gibt die 40 mal im Monat (ich liege bei 10x) Triptan einnehmen, ufff! Das machen Ärzte ohne auf die Barrikaden zu gehen und den Patienten auf schnellstem Wege eine Reha zu ermöglichen??????????? Versteh ich nich!!! Meine ist bei 15 Attacken sofort tätig geworden! Nun denn, ich wünsche dir und allen anderen die hier so sehr leiden alles liebe und Menschen die verstehen, helfen, und einen Weg zu weniger Schmerzen!!! Alles Gute wünscht Elke

      Antworten
  • Triptanentzug21.04.2013 11:50 Uhr

    Hallo,
    ich kann deine Gefühle gut nachvollziehen. Auch ich habe einen Triptanentzug hinter mir. Es hat sich gelohnt!!! Ich brauche nur noch selten ein Triptan, alle paar Wochen. Drei Monate habe ich nichts genommen, was die ersten Wochen schlimm war. Aber manche Migräne habe ich mit Schlafmittel überschlafen. Habe in dieser Zeit mit Ergenyl begonnen und nehme seither morgens und abends 300mg. Es geht mir sehr, sehr gut. All dies ging ohne Klinik. In Königstein war ich auch schon. Da bekommst du auch Triptane, also kein Entzug. Darüberhinaus arbeiten sie noch mit Psychopharmaka. Der Aufenthalt hat mir gut getan, da ich mich erholen konnte, aber von Triptan wirst du nicht befreit.
    Wünsche dir viel Erfolg!
    Charlie

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  • Entzug22.04.2013 16:24 Uhr

    Hallo Charlie,

    hmm, also mir hat man am Telefon durch die Migräneklinik Königstein gesagt, dass der Entzug Bestandteil der Kur wäre und davon bin ich jetzt auch die ganze Zeit ausgegangen. Ich wäre doch sehr enttäuscht, wenn mir in dieser Hinsicht nicht weitergeholfen werden würde.
    Natürlich könnte ich auch sagen, so ab morgen nehme ich keine Tabletten mehr, aber spätetstens nach 2 Tagen wäre ich so fertig, dass ich definitiv nicht mehr arbeiten gehen könnte.
    Wie hast Du diese Zeit denn bewältigt? Bist Du berufstätig? Ich kann mir das nicht vorstellen. Der Neurologe bei dem ich war, meinte auch, dass ich einen Entzug auch ambulant machen könnte... aber ich habe große Angst davor... Wie soll ich das schaffen, neben dem Beruf einen Entzug zu machen? Ich habe riesen Angst vor den Schmerzen und dass ich dann doch wieder rückfällig werde und zum Triptan greife?
    Deshalb habe ich mich eigtl. auch die ganze Zeit darauf versteift, dass ich den Entzug ja endlich machen könnte, sobald ich die Reha genehmigt bekomme... Deine Einschätzung deprimiert mich also gerade etwas... Wie hast Du Deinen ambulanten Entzug in Angriff genommen und vor allem, wie hast Du ihn überstanden? Hattest Du ärztliche Betreuung in dieser Zeit?
    Ich würde mich sehr freuen, wenn Du mir dazu nochmal eine Rückmeldung geben würdest!!!

    Vielen liebe Grüße sendet Susanne

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  • Triptanentzug24.04.2013 19:50 Uhr

    Hallo Susanne,ich leide an Clusterkopfschmerz und nehme bis zu 70 Triptane monatlich,was bei den meisten Clusterpatienten ganz normal ist.Einen Entzug,wie Ihn mein Neurologe empfohlen hat,ist aus meiner Sicht schwer vorstellbar,es handelt sich im Prinzip ja nur um eine Umstellung auf andere Medikamente oder Cortisontherapien,also das eine Medikament durch ein oder mehrere andere zu ersetzen.Triptane sind nun mal das beste Mittel gegen Migräne oder Clusterkopfschmerz und bei 10 bis 20 Triptanen im Monat,würde ich mir gar keine Gedanken machen,ein Entzug bringt meiner meinung nach nur unnötig Schmerzen und bald bist Du eh wieder auf dem jetzigen Stand,lg Ralph.

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    • 70 Triptane im Monat ?!03.04.2014 13:45 Uhr

      hallo Ralph
      ich bin auf deinen Beitrag in diesem Forum gestoßen und hoffe, obwohl du ihn bereits vor fast einem Jahr geschrieben hast, dass dich meine Frage doch erreicht. Ich bin wie du der Meinung, dass es nichts wirkungsvolleres bei Migräne oder Clusterkopfschmerz gibt als Triptane.
      Nur ist mein Problem, dass sie nicht mehr wirken, wenn ich zu viele ( täglich ) nehme. Ich wechsle zwischen Proxene 80mg und Imigran Injektionen ( wenn der Brechreiz schon da ist ). Nach mehreren Monaten mit fast täglicher ein oder zweimaliger Einnahme geht jetzt leider gar nichts mehr. Medikamenteninduzierter Kopfschmerz gesellt sich nun noch zur Migräne und so habe ich ununterbrochen wahnsinnige Schmerzen und kein Mittel mehr das hilft !
      Da du schreibst, dass du bis zu 70 Triptane nimmst im Monat, hast du vielleicht einen Rat, wie oder was ich nehmen soll, damit sie wieder wirken ?!
      mir bleib so nur die Hoffnung auf den nächsten Entzug ( Nummer 5 )aber bis die Genehmigung wieder durch ist und ein Platz frei ist, leide ich Höllenqualen.
      Wäre so froh, Du hättest einen Tip für mich !
      Ganz nebenbei hoffe ich, du brauchst vielleicht nur noch die Hälfte, oder noch weniger Triptane selber - würd ich dir von Herzen wünschen !!!
      Liebe Grüße Simone

      Antworten
      • 70 Triptane im Monat ?!20.05.2014 09:29 Uhr

        Hallo Simone,
        ich weiß nicht, ob du dies noch liest, aber auch bei mir wirkten die Triptane bei fast täglicher Einnahme irgendwann nicht mehr. Ich habe es jedoch geschafft (ohne Entzug!!) mit Ausdauersport (muss nicht joggen sein, Walking tut's auch oder Radfahren/Schwimmen) 3 x die Woche ca. 1 Stunde meine Attacken wieder zu reduzieren, so dass ich jetzt bei maximal 10 Triptanen im Monat bin. Ich plane jetzt noch PMR nach Jacobsen regelmäßig über 3 Monate zu machen. Bisher habe ich da immer zu früh abgebrochen. In Kombination mit Ausdauersport ist das die beste nichtmedikamentöse Prophylaxe. Es dauert halt nur, bis sich der Erfolg einstellt.
        Liebe Grüße
        Tina

        Antworten
  • Reha genehmigt06.05.2013 14:50 Uhr

    Hallo zusammen,

    ich wollte nur mal kurz berichten, dass ich letzte Woche Dienstag Post von der Knappschaft BahnSee erhalten habe und mein Reha-Antrag positiv beurteilt wurde.
    Ich habe jetzt sage und schreibe ganze 5 Wochen in der Berolina-Klinik genehmigt bekommen.
    Dass es leider nicht Königstein wird, war ja schon relativ früh klar, als die Krankenkasse den Antrag direkt an die Rentenversicherung übergeben hat.
    Nichts desto trotz freue ich mich sehr und hoffe, dass mir wirklich geholfen wird und ich vielleicht auch in Sachen Triptan-Entzug etwas erreiche.
    So wie es aussieht, wird der Termin jetzt auch relativ kurzfristig voraussichtlich noch im Mai festgesetzt.
    Hat denn von Euch schon jemand Erfahrung mit der Berolina-Klinik in Löhne?
    Da sie mir von Frau Berang (Königstein) empfohlen wurde, bin ich eigtl. optimistisch, dass es eine gute Alternative zu Königstein sein wird.
    Im Internet liest man ja viel, so ähnlich wie bei Holidaycheck kann man hier von super Positiv bis absolut Pessimistisch alles an Bewertungen lesen...

    Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir Eure eigenen Erfahrungen mit Berolina mitteilen würdet.

    Viele liebe Grüße sendet Susanne

    Antworten
    • Reha genehmigt22.05.2013 23:29 Uhr

      Hallo Susanne , war 2010 in der beroliner Klinik. Mit Migräne bist du da gut aufgehoben, auch den Entzug habe ich dort gemacht. Kopfschmerz und Migräne Behandlung. Prima aber die gruppensitzungen und Einzelgespräche. Für die Katz ...ich habe zu dem Zeitpunkt nur Teilzeit gearbeitet und hatte keine Probleme auf der Arbeit , eher durch die Krankheit und Pflege sowie Sorge um meinen Mann. Aber bezüglich dieses Themas wurde. Ich gar nicht für voll genommen. Am ersten Tag wurde direkt die Therapieplanung gemacht wenn du nicht nur Gruppen Gymnastik usw. Sondern auch Massage oder einzelkrankengymnastik haben willst musst du das sehr deutlich sagen und auch immer wieder darauf drängen.
      Zimmer, essen und erholungsmöglichkeiten sind prima.
      Kg barbara

      Antworten
  • Triptan-Entzug geschafft10.07.2013 12:38 Uhr

    Hallo zusammen,

    nun bin ich seit einer Woche zurück aus meiner 5-wöchtigen Reha in der Berolina-Klinik und ich wollte euch mal berichten wie es mir dort ergangen ist.
    Den Entzug habe ich über 14 Tage gemacht, 10 Tage davon habe ich Kortison in Tabletten-Form erhalten. Angefangen habe ich mit 100 mg, gesenkt wurde es dann alle 2 Tage um 20 mg. Die ersten zwei Tage hatte ich heftige Migräne-Schmerzen... danach ging es mir fast 10 Tage blendend. Die letzten 2 Tage habe ich mich dann schon wieder etwas rumgequält, allerdings war es ein erträgliches Maß an Schmerzen.
    Danach habe ich eine Migräne-Profilaxe mit Topamax begonnen, derzeit mit 25 mg morgens und abends, welches ich sehr gut vertrage. Nach dem Entzug war ich dann ziemlich hin und her gerissen. Bei jeder Tablette hatte ich ein schlechtes Gewissen und habe echt hin und her überlegt, soll ich die jetzt nehmen oder nicht. Schlimm war auch, dass ich mich über schmerzfreie Tage gar nicht freuen konnte... ich habe immer nur an Kopfschmerzen gedacht bzw. daran gedacht, wann die Schmerzen wohl wieder kommen... ich habe mich dann echt versucht abzulenken und irgendwann bin ich dann auch ruhiger geworden und jetzt kann ich auch die schmerzfreien Tage wieder geniesen.
    In den Kopfschmerzvorträgen von Dr. Medgussy habe ich sehr viel über Migräne gelernt und dabei auch festgestellt, dass wahrscheinlich mein Umstieg von Allegro auf Maxalt in 2010 Schuld war an meiner Abwärtsspirale in Sachen Triptanabhängigkeit, denn dass Maxalt eine viel kürzere Wirkdauer hat, als Allegro, hat man mir damals nicht erzählt. Und ich finde eine Wirkdauer von 3-6 Stunden (Maxalt) zu 26 Stunden (Allegro) schon ziemlich heftig. Mittlerweile komme ich mit Topamax, Ausdauersport (Walking) und Jacobsen teilweise bis zu 10 Tage ohne Scherztablette aus.
    Die große Bewährungsprobe kommt natürlich erst jetzt, denn im Alltag das Gelernte anzuwenden ist wohl das Schwierigste an der Übung :-)
    Ich kann euch nur sagen, dass ich echt Hochs und Tiefs hatte in den 5 Wochen, aber sehr froh bin, dass ich das gemacht habe und es nur jedem empfehlen kann.

    Alles Gute wünscht euch Susanne

    Antworten
    • Triptan-Entzug geschafft27.10.2013 20:46 Uhr

      Ich finde es erstaunlich das Topamax/Topiramat manchen anscheinend wirklich hilft....mich hat es komplett zerstört und an die Grenzen meiner Vernunft gebracht :-( Auch nach dem Absetzen trage ich definitiv Folgeschäden davon.

      Antworten
      • Triptan-Entzug geschafft28.10.2013 17:44 Uhr

        Hallo, ich habe zur Schmerztherapie ebenfalls Topamax eingenommen. Nach kurzer Zeit glaubte ich eine Ahnung davon zu haben, wie sich die bedauerlichen Alzheimer-Patienten fühlen müssen. Ist es das, was Du meinst mit der Beschreibung "an die Grenzen meiner Vernunft" gebracht? Ist es nach dem Absetzen immer noch so? Ich habe die Dosis reduziert und bin ganz guter Dinge, dass sich mein Zustand so langsam wieder bessert... Wie ist es bei Dir?

        Alles Gute, Lena

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      • Triptan-Entzug geschafft03.04.2014 13:14 Uhr

        Hallo,
        da ich gerade mal wieder an einem absoluten Tiefpunkt bin, Triptane wirken kaum mehr, medikamenteninduzierter Kopfschmerz, sprich täglich Kopfschmerzen oder Migräneanfälle und ich zum 5.Mal einen Entzug machen möchte, diesmal in Königstein, kam ich in dieses Forum.
        Dein Beitrag hat mich hellhörig gemacht, da ich mich auch in meiner Verzweiflung wieder zu Topamax habe überreden lassen von meiner Neurologin. Ich hatte es vor ca. 1 Jahr abgesetzt, da ich vor allem mit den Wortfindungsstörungen überhaupt nicht zurecht kam! Allerdings hatte ich doch etwas weniger Migräne. Inzwischen kann ich sowieso nicht mehr arbeiten, wegen der dauernden Migräne, da spielt es auch keine Rolle mehr, wenn ich nicht mehr richtig sprechen kann :(
        Ich wüsste aber gerne, was Du mit bleibenden Schäden meinst und wie hoch Deine Dosierung war? Ich soll jetzt bis auf 200mg langsam steigern, letztes Mal war bei 75mg für mich Schluss. ich wäre dir dankbar, wenn Du schreibst, obwohl dein Beitrag schon länger zurückliegt. Danke!
        Und Kopf hoch an alle Migräniker, wir sind nicht allein, und seht den Entzug wie einen Urlaub - man braucht ihn immer wieder, weil der Alltag auch immer wieder kommt !!! Nur kein schlechtes Gewissen ( es geht uns so schon besch..... genug :) )
        Simone ( Migräne seit 46 Jahren )

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  • Migräne08.08.2013 15:04 Uhr

    Hallo,
    Ich mache gerade einen Tripan Entzug da ich wider jede 2 Nacht Migräne hatte.
    Mein Arzt hat mich auch wider auf andere Medikamente (Katadolon S, Diclofenac Migräne und Abends Doxepin) umgestellt. Es geht mir soweit gut bin nur sehr müde.

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  • Genehmigung Krankenkasse27.12.2013 19:27 Uhr

    Hallo,
    ich kann zu dem Thema nur sagen, dass man den Klinikaufenthalt genehmigt bekommt, wenn man vorher wirklich alles ausprobiert hat. Ich habe wirklich alles durch, vorbeugende Medikamente, 20 kg zugenommen, Heilpraktiker, Ostheopathie, Krankengymnastik, Massagen, Triptane ohne Ende, Schnmerztabletten ihne Ende und und und...... Ich war erstaunt, dass ich innerhalb von 2 Wochen die Genehmigung von der DAK hatte. Ich denke, dass die in den Unterlagen gesehen haben, dass ich alles durch habe. Ich laufe jeden Tag Kilometer mit meinem Hund, ich rauche nicht, ich trinke kaum Alkohol, schränke mich mit Süßigkeiten und Kohlenhydraten ein. Außerdem war ich im Schlaflabor, schlafe jetzt mit Maske und dadurch auch besser... Ich denke wirklich, dass auch schwierige Krankenkassen die Genehmigung erteilen, wenn man alles probiert hat. Ich sage nur kämpft!!!!!

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  • Triptane- abhaengig29.06.2014 06:37 Uhr

    Hallo,

    kann mir bitte jemand sagen, wie lange man in der Klinik bleiben muss, um den Medikamenten induzierten Kopfschmerz oder den sogenannten "rebound headache" loszuwerden?
    und wieviel kostet dieser Aufenthalt?
    vielen Dank
    Joanne

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    • Triptane- abhaengig30.08.2014 10:31 Uhr

      Hallo zusammen,

      ich habe mich in diesem Thema etwas eingelesen, da ich auch an einer triptaninduzierten Dauermigräne
      leide. Viele Jahre lang habe ich mich da hinausgerettet, in dem ich etwa einmal im Quartal eine einzige Attacke mit Tramal und MCP durchgestanden habe. War zwar ein "Behandlungskonzept" gegen die Lehrmeinung, dass man bei einer Triptanpause ganz auf Schmerzmittel verzichten soll. Aber ambulant wäre das bei der Schwere meiner Attacken unvorstellbar. Ich war auch mal vor 7 Jahren stationär in der Kieler Schmerzklinik zum Entzug. Das hat mir auch ganz gut getan dort, aber dauerhaft hat es nichts verbessert. Man braucht auf jeden Fall eine greifende Prophylaxe, und die ist nur sehr schwer, wenn überhaupt, zu finden. Wenn ich so eine hausgemachte "Triptanpause" überstanden hatte, hatte ich meistens eine Woche bis 10 Tage keine Anfälle, und dann schraubte sich das so Woche für Woche wieder hoch, bis ich nach ca. zwei oder drei Monaten wieder bei der triptaninduzierten Dauermigräne war.

      Diese Strategie funktioniert seit etwa einem Jahr nicht mehr (richtig) bei mir. Meistens bekomme ich gleich nach der mit Tramal und MCP behandelten Attacke eine zweite, und das stehe ich kräftemäßig und mental nicht durch. Nun bin ich seit Juli in einer Studie, in der ein ganz neues Migräne-Prophylaxemittel getestet wird. Alle bisherigen Prophylaxen wurden bisher ja für etwas völlig anderes entwickelt (Bluthochdruck, Depressionen, Falten, etc.). Diese Vorbeugung zielt also exakt auf Migräne ab. Wer sich mal einlesen möchte:

      www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/schmerz/kopfschmerzen/article/860480/neuer-ansatz-antikoerper-migraene.html

      Oder einfach folgende Schlagworte googlen, auch auf Englisch "CGRP, antiserum, antibody, Antikörper, Migräne, migraine".

      Es gibt derzeit vier amerikanische Unternehmen, die diesen Ansatz verfolgen. In der Praxis sieht es so aus, dass man einmal im Monat eine Spritze bekommt und das ist dann die Prophylaxe. Ganz stark vereinfacht könnte man es sich so vorstellen, als ob man einmal im Monat ein Triptan vorbeugend nimmt, dass dann vier Wochen lang wirkt. Nun ist es bei Migränikern mit chronischer Form nicht so, dass man überhaupt keine Attacken mehr hat. Das verhindert ja auch keine andere Vorbeugung. Aber 50 bis 70 Prozent der Attacken werden so verhindert, was ja enorm wäre.

      Ich nehme derzeit an einer solchen Studie teil. Es ist eine Doppelblind-Studie. Das heißt, man bekommt in den ersten drei Monaten entweder ein Placebo, oder den Wirkstoff zu 70mg oder zu 140mg. Das weiß weder der Patient noch der Studienarzt. Erst nach drei Monaten geht die Studie in die offene Phase, da erfährt man dann vom Unternehmen, was man hatte. Ab dieser offenen Phase bekommen alle Teilnehmer den Wirkstoff.

      Ich scheine Pech gehabt zu haben und in der Placebo-Gruppe gelandet zu sein. Ich habe zwar eine leichte Verbesserung gemerkt ("nur" alle zwei Tage Triptane für eine Weile, ab und zu sogar ein paar Tage migränefrei), aber insgesamt nehme ich doch fast täglich ein Triptan. In fünf Wochen beginnt bei mir die offene Phase und dann kriege ich sicher den Wirkstoff. Ich berichte dann gerne mal. Mein Studienarzt hat zuvor eine Migränikertruppe mit episodischer Migräne (maximal 15 Tage im Monat) betreut, jetzt schon seit Anfang 2014 und meint, die seien alle hellauf begeistert.

      Wann das Medikament auf den Markt kommt, ist allerdings noch offen. Es muss noch in eine 3. klinische Phase gehen. Möglicherweise ab Ende 2015. Ich wollte das nur mal mitteilen hier, um bei aller Verzweiflung einen Hoffnungsschimmer zu setzen. Wenn dieses Medikament auf den Markt kommt, ist es ca. 23 Jahre nach Markteinführung der Triptane wirklich mal eine bahnbrechende Neuerung in der Migränetherapie.

      Alles Gute für alle,
      Elisabeth Charlotte


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    • Triptane- abhaengig30.08.2014 12:29 Uhr

      Hallo Joanne,

      normalerweise sagt man immer, dass ein Medikamentenentzug, manche machen auch "nur" einen Triptanentzug, 14 Tage dauert. Bei manchen hilft aber schon, wenn sie mal EINE Attacke ohne Triptane bzw. Schmerzmittel durchstehen, dann könnte auch eine Woche reichen. Es gibt bei der Klinik in Königstein auch Selbstzahlerangebote, ab einer Woche Aufenthalt. Kannst mal hier gucken:

      www.migraene-klinik.de/de/patienten-service/selbstzahler-angebote

      Viel Erfolg und lieben Gruß,
      Elisabeth Charlotte

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  • Migräne,welche Klinik16.02.2015 20:27 Uhr

    HALLO,KANN MIR JEMAND SAGEN,OB IN KÖNIGSTEIN NOCH MAYR FASTEN GEMACHT WIRD?ÜBERLEGE, WIEDER DORTHIN ZU GEHEN.KIEL HAT MIR VOR 1,5 JAHREN NICHT SO GEHOLFEN. BIN ICH BEI 5-6 TRISTANEN PRO MONAT TRIPTANABHÄNGIG?

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    • Migräne,welche Klinik26.02.2015 13:08 Uhr

      Hallo, bei 5-6tript./mon.spricht man noch nicht von "Abhängigkeit", das ist eher bei mind.10-15 tagen tript.oder Schmerzmittel Einnahme/Monat.
      Man muss in Königstein schon länger nicht mehr verpflichtend die mayr-diät machen, ich selbst habe allerdings tatsächlich sehr gute Erfahrungen damit im Vergleich zu meinem Aufenthalt in Kiel.
      LG

      Antworten
  • abhängig19.02.2016 10:37 Uhr

    Hallo , auch wenn man bei 5-6 trip/monat da noch nicht von "Abhängigkeit" spricht, kann man trotzdem davon abhängig sein, da Sie dann in meinem Fall auch Kopfschmerz erzeugt haben, und um so früher du damit anfängst, um so einfacherer ist es davon wegzukommen...... ich hatte dies schon nach 3-4 Triptane im Monat, der kopfschmwez hat sich verändert und ich hatte nach un nach über zwei Jahre immer häufuger Mirgräne... also besser du reagierst jetzt ! und wartest nicht so lange wie die anderen....

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  • Kur?07.04.2016 10:40 Uhr

    Hallo!
    Ich habe mal eine Frage zum Aufenthalt in Königstein.
    Habe ich das richtig Verstanden, dass es immer ein Kur ist, die beantragt werden muss? Ein Entzug könnte ja theoretisch auch in einem "normalen" Krankenhaus durchgeführt werden oder nicht? Ich habe etwas Angst, aus Kostengründen dazu gezwungen zu werden, denn das wird sicher nicht leichter.

    Vielen Dank und allen soviele schmerzfreie Frühlingsmomente wie möglich.
    Brit

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    • Kur?07.04.2016 20:10 Uhr

      Hallo brit,
      dazu kannst du dich in Königstein am besten telefonisch erkundigen. Seit kurzer Zeit gibt es dort auch einige pPlätze für Krankenhausaufenthalt, unter vorgegebenen Diagnosen.
      Nicht in jedem normalen kkh kann man einen Entzug machen, weil sich viele Ärzte gar nicht damit auskennenund das kann sehr hart werden. IN neurologischen Abteilungen sollten sie sich damit auskennen, aber in einer Spezialklinik wie Königstein oder Kiel ist das schon deutlich angenehmer.
      LG Kathrin

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  • Migräne29.06.2016 12:15 Uhr

    Ich habe super Erfahrungen nach 8 Jahren Migräne wöchentlich (3 Tage mit extremen Kopfschmerzen Triptane und Übelkeit) mit der TCM Klinik in Essen gemacht , die Behandlung ist 2 Wochen stationär und es gibt auch eine Tagesklinik und ambulante Behandlung ... mir hat dies endlich geholfen, aber hier wird erwartet , dass man viel alleine zu Hause durchführt ... mir hat der Body Scan (Achtsamkeit) geholfen !! den ich täglich mache siehe auch achtsamkeit.com .... und viele viele Werkzeuge angefangen von Minzöl etc ... ich habe alle 4 Wochen mal einen leichten Spannungskopfschmerz (keine Tablette)

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