Informationen für zuweisende Ärzte

Kassenärztliche und privatärztliche ambulante Behandlung:

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       Clusterkopfschmerz und andere trigeminoautonome Kopfschmerzen

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       Gesichtsschmerzen

Stationäre Behandlungen in der Migräne- und Kopfschmerzklinik

Akutabteilung der Migräne- und Kopfschmerzklinik Königstein (Krankenhausbereich nach § 39 SGB V)

Die Akutabteilung der Migräne- und Kopfschmerzklinik Königstein (Krankenhausbereich nach § 39 SGB V) ist im Bettenplan des Landes Hessens als Neurologische Abteilung mit dem Schwerpunkt Kopfschmerzbehandlung geführt. Die Klinik nimmt nicht an der Notfallversorgung teil, die Aufnahmen erfolgen nach Anmeldung geplant.

In dieser Abteilung werden zu Lasten aller privaten und der gesetzlichen Krankenkassen Krankenhausbehandlungen durchgeführt:

1. Stationäre Krankenhausbehandlungen zur spezialisierten Kopfschmerzdiagnostik oder Kopfschmerztherapie

Indikationen: Lumbalpunktion, Beobachtung von Attacken und diagnostische Einschätzung, Kortisonstoßtherapie bei Clusterkopfschmerz, Status migraenosus, intravenöse Behandlung mit Dihydroergotamin bei therapierefraktärem Clusterkopfschmerz.

Aufnahmevoraussetzungen: Für diese Behandlung muss eine stationäre Krankenhauseinweisung vorliegen, die Indikation sollte in einem begleitendem Arztbrief nachvollziehbar dargestellt sein, die Aufnahme kann nur erfolgen, wenn die Notwendigkeit zur stationären Krankenhausbehandlung besteht.

Gerne kann die Indikationsstellung vorab mit dem Chefarzt oder einem Oberarzt besprochen werden.

Die Aufnahme erfolgt nach Terminvergabe, die Klinik nimmt nicht an der Notfallversorgung teil.

2. Stationäre Krankenhausbehandlung im Rahmen der multimodalen Schmerztherapie (mittlere Verweildauer 16 Tage, Behandlung in einer geschlossenen Therapiegruppe von 8 Patienten mit hochfrequenten oder chronischen Kopfschmerzen, insbesondere Migräne).

Hierzu muss der Arztfragebogen ausgefüllt werden, auf diesem müssen die Kriterien für eine multimodale Schmerztherapie nach Vorgabe des OPS dargestellt sein. Ergänzend sollten Arztbriefe und Befunde vollständig mit einer Einweisung zur stationären Krankenhausbehandlung zugeschickt werden. Zusätzlich erhält der Patient von der Klinik Fragebögen, die vor Vergabe des Aufnahmetermins ausgefüllt vorliegen müssen.

Patienten mit schwerer psychischer Komorbidität oder unzureichender Motivation für eine multimodale Therapie (entsprechend des OPS muss eine Mindestanzahl von Therapieeinheiten pro Woche absolviert werden) sind für eine solche Behandlung nicht geeignet.

Privat Krankenversicherte brauchen zusätzlich eine Kostenübernahmeerklärung ihrer Krankenkasse, dazu müssen die Einweisung zur stationären Krankenhausbehandlung und ein Begründungsschreiben des einweisenden Arztes der Krankenversicherung vor Aufnahme vorgelegt werden, da die Klinik Akutbehandlung und Rehabilitationsbehandlung durchführt ("gemischte Anstalt"). 

Abteilung für Rehabilitation und Vorsorgebehandlung (nach § 111 SGB V)

In dieser Abteilung werden Vorsorgebehandlungen (nach § 23 SGB V) und Rehabilitationsbehandlungen (nach § 40 SGB V) zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen erbracht.

1. Stationäre Vorsorgebehandlung (nach § 23 SGB V)

dient der Vermeidung von Krankheitschronifizierung und Verschlimmerung, die Behandlung verfolgt einen präventiven Ansatz. Kostenträger ist die gesetzliche Krankenversicherung. Um eine Kostenzusage zu erhalten, muss hierzu ein Antrag zur stationären Vorsorgebehandlung bei der Krankenkasse gestellt werden. Dies kann formlos erfolgen, der Antrag sollte eine Darstellung des bisherigen Krankheitsverlaufs und der bisherigen Behandlungen beinhalten, hierzu kann eine Vorlage genutzt werden.

2. Stationäre Aufnahme zur Rehabilitationsbehandlung (nach § 40 SGB V)

zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen (üblicherweise ist die Krankenkasse Kostenträger, wenn eine Berentung, Erwerbsunfähigkeitsberentung vorliegt oder Berufstätigkeit besteht. Bei Berufstätigen ist vorranging die Rentenversicherung Kostenträger, wenn eine Einschränkung der Erwerbstätigkeit zu erwarten ist). Hier werden Leistungen erbracht, wenn eine Erkrankung manifest ist, eine Chronifizierung bereits eingetreten ist und Begleitkomorbidität (psychische Beeinträchtigung, somatische Begleiterkrankung) besteht.

Die Behandlung erfolgt durch ein multiprofessionelles Team, die Therapiedichte orientiert sich am individuellen Bedarf und der Belastbarkeit des Rehabilitanden. Anträge zur Rehabilitationsbehandlung können von jedem Arzt gestellt werden, die vorgeschriebene Zusatzqualifikation (§ 11) ist zum 1.4.2016 entfallen.

Anträge erhalten Sie beim Träger der gesetzlichen Rentenversicherung oder bei der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Vorbefunde sollten dem Antrag beigelegt werden.

Wir beraten Sie gerne über den individuell für Ihren Patienten geeigneten Aufnahmemodus.

Kontaktieren Sie uns über termin(at)migraene-klinik.de oder telefonisch über 06174-2904-0.